Schwarze Salbe gegen Krebs

Veröffentlicht am 28. Juni 2013

Schwarze Salbe gegen Krebs

Leo Koehof ist sich sicher: Wenn der Zugang zu Heilmitteln frei ist, verschwindet auch die Angst vor Krebs. Damit meint er im Speziellen die schwarze Salbe, welche gegen Haut- und Brustkrebs eingesetzt werden kann. Ursprünglich stammt sie von den amerikanischen Indianern, aber auch Hildegard von Bingen setzte bereits im Mittelalter auf Kräutersalben gegen Tumore. Das vollständige Rezept und Hintergründe erfahren Sie in der raum & zeit Ausgabe 184 (kostenpflichtig).

„Jeder Mensch sollte Zugang zu wirkungsvollen Heilmitteln haben und sich frei entscheiden können“, sagt die Heilpraktikerin Johanna Corvie (Name geändert). Da die schwarze Salbe nicht als Arznei zugelassen ist, müssen sich Patienten diese selber anmischen und eigenverantwortlich auftragen. Dennoch muss ein Arzt oder Heilpraktiker den schmerzhaften Prozess begleiten, wenn die Reste des Tumors durch die Haut abgestoßen werden. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Wundheilung gelegt. Dank Menschen wie Leo Koehof und Johanna Corvie erfahren Menschen von dieser alternativen Krebstherapie.

Für Koehof hatte dieser Einsatz bereits Folgen: Nach einer Hausdurchsuchung im Oktober 2012 wurde gegen ihn wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz ermittelt. „Einem an Krebs erkrankten Menschen die schwarze Salbe vorzuenthalten ist genau so, als wäre es verboten, einen Ertrinkenden zu retten“, sagt Koehof. Mittlerweile ist das Verfahren gegen eine Zahlung von 8.250 Euro eingestellt.

Aktueller Hinweis: Am 5. Juni 2014 strahlte die ARD in der Sendung „Kontraste“ einen Beitrag über die schwarze Salbe aus. Darin wurden Fälle erwähnt, bei denen die Salbe nicht geholfen haben soll. Daher unbedingt IMMER mit einem Arzt / Therapeuten zusammenarbeiten und auf eine gute Wundversorgung achten. Bitte keine eigenständigen Experimente, denn es geht hier um die Gesundheit. Bei jeder medizinischen Behandlung gibt es ein Risiko, daher ist es wichtig, sich umfassend zu informieren.